Seelsorge

Seelsorge verstehe ich als ein theologisch motiviertes Bemühen den Menschen ganzheitlich in seiner Beziehung zu sich, seiner Umwelt und zu seiner Lebensquelle (Gott) zu sehen und ihn darin zu unterstützen. 
In der Seelsorge ist mir Verständnis und Mitgefühl wichtiger als die Suche nach einer Problemlösung bei der Lebensbewältigung. In dem Sinn ist Seelsorge keine Therapie, aber kann durchaus Hilfe zur Selbsthilfe sein.  Zum  Beispiel  eine wohlwollende und würdigende Lebensbillanz zu ziehen, die dadurch entstehen kann, wenn man Kapitel des Lebens in der Rückschau konstruktiv zu deuten bereit ist. Auch indem wir bereit sind schwierige und verletzende Ereignisse in unserem Leben anzunehmen. Annehmen bedeutet hier nicht gutheissen, sondern nicht weiter dagegen anzukämpfen. Annehmen können kann  ein erster Schritt zur Integration und Versöhnung sein. Meine Art von Seelsorge ist christlich geprägt, meine Offenheit und Empathie gilt jedoch jedem Wesen.